19.04.2024

H1: Sieg der HSG ist nie in Gefahr | H2: Zu viele technische Fehler

Matthis Jäckel (Mitte) vergab zwar diese Möglichkeit, mit der HSG Fürth/Krumbach gewann er dennoch das Derby in der Handball-Bezirksoberliga gegen die MSG Lorsch/Einhausen klar mit 31:18 Toren. Bild: Gian-Luca Heiser

Handball: HSG Fürth/Krumbach setzt mit 31:18-Sieg gegen die MSG Lorsch/Einhausen ein Ausrufezeichen.

Fürth. So hatte sich Norbert Metzger das Gastspiel bei seinem Heimatverein nicht vorgestellt: Als Trainer der MSG Lorsch/Einhausen kassierte der 55-Jährige bei der HSG Fürth/Krumbach eine bittere 18:31-(9:14)-Niederlage im Duell der Handball-Bezirksoberliga. „Dass wir verlieren, damit war natürlich zu rechnen. Aber wir wollten Fürth/Krumbach das Leben zumindest etwas schwerer machen“, sah Metzger, der viele Jahre für Fürth spielte und hier auch als Trainer tätig war, eine schwache Leistung seiner MSG.

„Wir haben viel zu viele Fehler gemacht. Das waren teils haarsträubende Dinger, die wir uns geleistet haben. Und dazu war noch unsere Chancenverwertung schlecht.“ Dabei attestierte er dem HSG-Keeper Henrik Richter eine ganz starke Leistung. „Aber man muss einfach auch konsequenter abschließen“, bemängelt er.

Fürth/Krumbachs Trainer Stefan Eger war natürlich angesichts des Kantersiegs zufrieden, wenngleich auch er 15 vergebene Möglichkeiten notierte: „Die Lorscher Torhüter waren auch gut drauf“, meinte er zu der Leistung von Maximilian Ohl und Tim Radmacher. „Das sind zwei richtig gute Jungs“, fand Eger. Nach dem schweren Auftaktprogramm, in dem es fast ausschließlich gegen ambitionierte Teams ging und meist bis zur Schlusssekunde gefightet werden musste, war Eger froh, dass es diesmal einen entspannten Abend gab: „In Gefahr gerieten wir nie. Bei allem Respekt vor Lorsch/Einhausen – das war eine klare Angelegenheit. Und es war heute mal eine Gelegenheit, ein Statement zu senden und einen überzeugenden, klaren Sieg einzufahren. Das hat schon gutgetan.“

Fürth/Krumbach begann stark, führte 7:2 und bauten den Vorsprung auf 10:4 aus (19.). Danach kamen die Gäste etwas besser zum Zug, doch nach dem 7:11 (24.) übernahm die HSG wieder das Kommando und erhöhte über 14:9 zur Pause auf 20:12 (41.) und 24:14 (50.). „Da haben wir phasenweise auch ein richtig gutes Umschaltspiel an den Tag gelegt, sind richtig Tempo gegangen“, so Stefan Eger.

Ein Sonderlob verteilte er an Jascha Schuricht, der auf der Mitte gekonnt Regie führte: „Er kommt immer besser zurecht und trifft sehr gute Entscheidungen, lenkt das Spiel wirklich klasse.“
HSG Fürth/Krumbach: Hebling, Henrik Richter – Beye (8/3), Matthis Jäckel, Schuricht (5), Renner (3), Fischer, Kindinger (1), Kilian (2), Mink (1), Raabe (3), Schmitt, Lars Richter (1/1), Kaiser (7). mep

Zu viele technische Fehler

Handball: 24:31-Niederlage für HSG Fürth/Krumbach II

Fürth. Es war eine lösbare Aufgabe – aber nicht in dieser Verfassung. Die Handballer der HSG Fürth/Krumbach erwischten im Heimspiel der Bezirksliga A gegen die HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden einen rabenschwarzen Tag und unterlagen folgerichtig mit 24:31 (11:13). „Ich hätte zu gerne dieses Spiel gewonnen. Dann hätten wir mit 10:2 Punkten einen herausragenden Saisonstart hingelegt, ehe es nächstes Wochenende zum Meisterschaftsfavoriten Bieberau-Modau geht“, ärgerte sich Ingo Trumpfheller, Trainer von Fürth/Krumbach, nach der Niederlage, rückte dann aber seine Aussage doch noch einmal zurecht: „Auch so haben wir einen guten Auftakt. Die Mannschaft hat sich bis zum heutigen Spiel wirklich klasse verkauft“, sieht er das Team auf einem guten Weg.

Gegen die Dreifach-Spielgemeinschaft aus dem Ried lief es zu keiner Zeit so, wie es sich Trumpfheller gewünscht hätte: „Wir kamen heute leider nicht in unser Tempospiel. Aber der Hauptgrund für die Niederlage waren die vielen technischen Fehler und die daraus resultierenden Ballverluste“, notierte er doch über 20 dieser Patzer. „Das ist eindeutig zu viel und wurde von Weiterstadt eiskalt ausgenutzt“, so der Coach.
 Hinzu kam, dass ihm mit Marco Kindinger ein Schlüsselspieler im rechten Rückraum fehlte. Dafür sprang Routinier Patrick Dreier in die Bresche, setzte in Angriff und Abwehr Akzente, konnte aber das zuletzt so gute schnelle Umschaltspiel nicht mitgehen. „Wir sind aber heilfroh, dass Patrick dabei war. Ohne ihn wäre das noch um einiges deutlicher ausgegangen“, war Trumpfheller überzeugt.

In der ersten Hälfte entwickelte sich noch eine ausgeglichene Partie, wobei sich in der Phase vor der Pause schon die Fehler häuften und Weiterstadt auf 13:9 (28.) erhöhte. Durch drei Zeitstrafen musste Fürth/Krumbach in dreifacher Unterzahl die zweiten 30 Minuten beginnen. „Als wir diese Phase mit 2:1 für uns entschieden hatten, dachte ich, das war der Knackpunkt“, so Trumpfheller. Doch weit gefehlt: Nach der Energieleistung gönnten sich die Gastgeber wieder viele Fehler und liefen immer einem Rückstand gegen einen schlagbaren Gegner hinterher. Deutlich wurde es dann in der Schlussphase, als bei Fürth/Krumbach gar nichts mehr ging und die Weiterstädter von 23:20 (49.) auf 27:20 (55.) erhöhten und sich den 31:24-Erfolg sicherten.
HSG Fürth/Krumbach: Lindner, Samardzic – Metzger (3/2), Malte Jäckel (1), Meiß, Schmitt, Herdner (1), Dreier (3), Weber (1), Lannert (1), Daubner (1), Camcioglu (6), Schüle (7/1), Jäger. mep

Quellen: Odenwälder Zeitung, 17.10.2022