30.05.2024

HSG Fürth/Krumbach lässt den Worten Taten folgen

Abwehrchef Lars Richter (links) war zusammen mit Torwart Henrik Richter (im Hintergrund) ein Sieggarant der HSG Fürth/Krumbach (rechts David Fischer) im Spitzenspiel gegen den TSV Modau. Bild: Fritz Kopetzky

Die HSG Fürth/Krumbach hatte es vor dem Spitzenspiel angekündigt und bringt Tabellenführer TSV Modau tatsächlich die erste Niederlage bei.

Da war es wieder, das „Heimgesicht“ der HSG Fürth/Krumbach. Mit einer famosen kämpferischen Leistung bezwang das Team von Trainer Stefan Eger am Samstagabend den bis dato verlustpunktfreien Tabellenführer TSV Modau mit 28:27 (13:17). Durch den Erfolg hat sich Fürth vorerst in der Bezirksoberliga-Spitzengruppe platziert, ist mit 8:2 Punkten nur knapp hinter Modau (10:2).

„Das war ein Wahnsinnsspiel“, meinte Eger nach der Schlusssirene in einer sehr gut besuchten, stimmungsvollen Fürther Sporthalle. Ein Sonderlob hatte er für zwei Spieler parat: „Die Richters waren heute in der zweiten Hälfte überragend.“ Tatsächlich nagelte Torhüter Henrik Richter nach der Pause seinen Kasten regelrecht zu, brachte die routinierten Modauer Spieler schier zur Verzweiflung. Aber zugleich wusste sich auch die Deckung mit einem aufopferungsvoll rackernden Lars Richter zu steigern.

Die Fürther Zuschauer hielt es vor Begeisterung nicht mehr auf ihren Sitzen. Bild: Fritz Kopetzky

Richters ragen heraus

Abwehr- und Torhüterleistung haben sich gegenseitig beeinflusst und letztlich zum beeindruckenden Erfolg geführt. Wobei Lars Richter neben einer ausgeglichenen Mannschaftsleistung, in der jeder für jeden gekämpft hat, und seinen überragend haltenden Bruder Henrik, auch die Zuschauerunterstützung als Schlüssel zum Erfolg sah: „Die Halle hat uns in der zweiten Hälfte mitgetragen“, freute er sich über die „tolle Unterstützung von den Rängen“.

Dabei begann es für Fürth/Krumbach alles andere als ideal. 0:3 lag die HSG nach vier Minuten zurück, 3;7 hieß es nach zehn Minuten. „Wir haben einige Zeit gebraucht, um ins Spiel zu kommen“, gab Lars Richter zu. Dann gelang es den Gastgebern – wie so oft zu Hause – den Hebel umzulegen und zu wahren Mentalitätsbestien zu werden.

Beim 9:9 (15.) war der Ausgleich geschafft, doch Modau präsentierte sich als echte Spitzenmannschaft, konterte zur erneuten 15:10-Führung (26.). Nach dem Seitenwechsel lief es dann zunehmend besser für Fürth: Die Fehler, die in den ersten 30 Minuten noch den Gästen in die Karten spielten, wurden abgestellt und die Abwehr wuchs über sich hinaus, hatte vor allem den sonst so starken Rückraum Modaus gut im Griff. Schnell gelang der 19:19-Ausgleich (39.) und ab dem 21:20 (46.) war es Fürth, das regelmäßig knapp vorlegte und sich beim 27:22 (53.) selbst eine Fünf-Tore-Führung erspielte.

Der Tabellenführer wankte, gab sich aber auch noch lange nicht auf. Mit einer nun ganz offenen Deckung setzte Modau die Fürther unter Druck und provozierte leichte Fehler, kam zu Kontern und der HSG-Vorsprung schmolz schnell zusammen. Nach einem 0:4-Lauf hieß es nur noch 28:27 und noch immer waren 110 Sekunden zu spielen. Doch mit unbändigem Willen und der nötigen Cleverness verteidigte Fürth/Krumbach die knappe Führung und rettete den Vorsprung ins Ziel.

HSG Fürth/Krumbach: Henrik Richter, Hebling – Beye (2), Matthis Jäckel, Schuricht (1), Renner (4), Koch (4), Fischer (8), Weber, Sattler, Mink (2), Lars Richter (1), Kaiser (6).

HSG Fürth/Krumbach II – TSV Modau II 25:27 (9:15)

Eine ärgerliche, weil vermeidbare Niederlage kassierte die A-Liga-Reserve der HSG Fürth/Krumbach II gegen den TSV Modau II. „Das war eine ordentliche Leistung gegen einen starken Gegner“, fand HSG-Trainer Ingo Trumpfheller. Nach dem 4:4 (10.) häuften sich bei den Gastgebern die Fehler, was Modau bestrafte und sich beim 15:9 zur Pause erstmals eine Sechs-Tore-Führung erspielte. Im zweiten Abschnitt kämpfte sich Fürth zwar auf 18:19 (44.) heran, verlor dann aber wieder den Faden und beim 20:26 (53.) war die Entscheidung gefallen.

Positiv: Das Team steckte nicht auf und verkürzte bis zur Schlusssirene auf 25:27, dann lief allerdings die Zeit davon. „Die zweite Hälfte von uns war wirklich gut“, so Trumpfheller.

HSG Fürth/Krumbach II: Steinmann, Lindner – Metzger (1/1), Malte Jäckel (3), Volk, Klink (3), Brunnengräber (3/1), Weber (4), Lannert (5), Schütz (3), Daubner (1), Camcioglu (1), Raabe (1), Jäger (1). mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 16.10.2023