19.04.2024

HSG Fürth/Krumbach: Nichts Neues bei den Trainern

Matthis Jäckel (am Ball) fällt bei der HSG Fürth/Krumbach verletzt aus.

Die Frauen der HSG Fürth/Krumbach sind in guten Gesprächen – aber dann kommt die Fastnacht dazwischen. Der Fokus liegt auf dem Wochenende.

n ruhigem Fahrwasser, aber abseits der eigentlichen Saisonziele, befinden sich derzeit die Handballerinnen und Handballer der HSG Fürth/Krumbach. Während die Bezirksoberliga-Männer sich mit Rang vier und schon beachtlichem Rückstand auf die Top-Teams begnügen müssen, geht das Frauenteam von Trainer Martin Guthier sogar nur als Sechster ins letzte Saisondrittel.

Nachdem beide Mannschaften in der vergangenen Spielzeit noch lange um den Titel mitspielten, zeigt man sich entsprechend nicht wirklich zufrieden, will aber nun noch einmal alle Kräfte mobilisieren. Dabei geht es auch darum, zwei Trainern einen gelungenen Abschied zu bescheren. Bekanntlich legen sowohl Frauen-Coach Martin Guthier, als auch Sebastian Eisenhauer bei den Männern ihre Ämter nach der Saison nieder. Und beide Mannschaften eint: Ein Nachfolger ist noch nicht fix.

So konnte Katharina Hallstein als Frauen-Abteilungsleiterin nur bekannt geben, dass man sich in sehr guten Gesprächen befände, „aber letztlich hat uns die Fastnachtszeit einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht“, so Hallstein, die aber zuversichtlich ist, alsbald Vollzug vermelden zu können.

Die beste Bewerbung für neue Übungsleiter ist sicherlich sportlicher Erfolg, und den streben beide Teams am Wochenende an: Die Männer sind beim Tabellenvorletzten HSG Rüsselsheim/Bauschheim/Königstädten am Sonntagabend ab 18 Uhr ebenso in der Favoritenrolle, wie die Frauen zeitgleich bei der SKG Roßdorf. Die Roßdorferinnen liegen mit 7:17 Punkte auf Rang sieben und damit drei Zähler und einen Platz hinter Fürth. Im Hinspiel, das erst Mitte Dezember absolviert wurde, setzte sich die Guthier-Sieben klar mit 29:23 durch und wusste vor allem mit einem guten Umschaltspiel zu gefallen. Mit dieser guten Erinnerung und zudem den positiven Trend aus dem jüngsten 29:17-Erfolg gegen Walldorf will die HSG nun den personellen Problemen zum Trotz die Punkte einfahren. Gelingt trotz des Fehlens von Haupttorschützin Elena Weber, die mit einem Kreuzbandriss auf unbestimmte Zeit ausfällt, der angestrebte Sieg, dann wäre an den letzten vier Spieltagen sogar noch eine Verbesserung auf Rang fünf oder sogar vier möglich. Aber so weit wollen die Fürtherinnen gar nicht schauen, sondern in erster Linie keine Zweifel am Klassenerhalt aufkommen lassen.

Chance für Malte Jäckel

Bei den Bezirksoberliga-Männer sieht Trainer Sebastian Eisenhauer bei Rüsselsheim/Bauschheim/Königstädten „sehr gute Chancen, wenn die Einstellung stimmt – besonders in der Deckung“. Allerdings fehlen bei ihm auch einige Leistungsträger: Matthis Jäckel fällt nach seiner Platzwunde an der Lippe ebenso aus wie Pascal Sattler nach seinem Nasenbeinbruch. Dafür könnte wieder Malte Jäckel aus der zweiten Fürther Mannschaft, die das Vorspiel ab 16 Uhr in der Sporthalle Bauschheim absolviert, in den Kader rücken. „Er hat seine Sache bei uns bislang wirklich gut gemacht. Ich würde mich freuen, wenn das wieder klappt“, so Eisenhauer.

Beim Gegner warnt er insbesondere vor Mirco Reinheimer, der in starker Form ist, „aber insgesamt ist das eine Mannschaft, die man nicht auf Grund des Tabellenplatzes unterschätzen darf“, ist der Fürther Coach überzeugt. „Wenn wir aber aus einer aggressiven Deckung heraus Tempo machen, dann werden wir gewinnen“, will er unter allen Umständen wie beim klaren 36:22 im Hinspiel die Punkte auf der Habenseite verbuchen.

Während für die A-Liga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach II ein Erfolg am Sonntag (15.45 Uhr) beim noch sieglosen Schlusslicht SKG Roßdorf II Pflicht ist, scheint die Aufgabe für die A-Liga-Männer der Odenwälder gegen den direkten Tabellennachbarn von Rang zehn, die HSG Rüsselsheim/Bauschheim/Königstädten II, ungleich schwerer. „Wir haben aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen“, erinnert Fürths Trainer Ingo Trumpfheller an die 31:33-Heimniederlage. „Mit einer stabilen Abwehr müssen wir diesmal den Grundstein legen und versuchen, schnelle und einfache Tore zu machen“, hat er die taktische Vorgabe seinem Team mit auf den Weg gegeben. mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 15.02.2024