13.06.2024

Die Frauen der HSG Fürth/Krumbach atmen auf

Annika Dörsam klaute einige Bälle für die HSG Fürth/Krumbach.

War das die Trendwende? Die Bezirksoberliga-Handballerinnen können doch noch siegen. Die Mannschaft von Martin Guthier zeigt gegen die TGS Walldorf II eine starke Leistung.

Kollektives Durchatmen bei den Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach: Nachdem zuletzt immer wieder der Wurm drin war, zeigte das Bezirksoberliga-Team am Sonntagabend im Heimspiel gegen die TGS Walldorf II eine starke Leistung und gewann folgerichtig mit 29:27 (16:11). „Das war sehr souverän von uns und vor allem eine sehr disziplinierte Leistung. Das hat mir sehr gut gefallen“, bilanzierte HSG-Trainer Martin Guthier nach der Partie.

Nach einer temporeichen Anfangsphase mit schnellen Toren auf beiden Seiten hieß es 6:6 (11.). Guthier reagierte, stellte seine Deckung etwas um und in der Folge bekamen die Odenwälderinnen mehr und mehr Zugriff, konnten Ballgewinne verbuchen und sich dadurch Tor um Tor absetzen. Die 11:6-Führung (19.) brachte zusätzliches Selbstvertrauen, und auch wenn Walldorf nie aufsteckte und zwischenzeitlich noch einmal auf 11:13 (27.) verkürzen konnte, geriet Fürth/Krumbach nie mehr in ernsthafte Bedrängnis.

Mit einem 4:0-Lauf zum 17:11 (33.) sorgte die Guthier-Sieben wieder für klare Verhältnisse, die Zehn-Tore-Führung beim 24:14 (44.) war bereits die Vorentscheidung. Gegen die aufmerksame Deckung der HSG fand Walldorf kein Mittel, immer wieder klauten die Gastgeberinnen die Bälle, alleine Annika Dörsam gelang dies achtmal. „Zudem haben wir aber auch im Angriff sehr konsequent gespielt, wurden nicht hektisch, haben schöne Chancen kreiert und dies recht gut genutzt“, sah Martin Guthier „eine starke Leistung, die für den Tabellenstand und das Selbstvertrauen gut ist“.

HSG Fürth/Krumbach: Stephan, Ruff – Brandenburger (11/5), Beye (2), Annika Dörsam (4), Reimund (2), Schüle (2), Jana Dörsam, Obermeier (1/1), Jöst (1), Kloth (4), Dingeldein (2).

HSG Fürth/Krumbach II – TV Trebur 21:13

Gegen den Tabellenvorletzten lief es erst im zweiten Abschnitt wirklich rund, davor agierten die jungen Fürther Spielerinnen oftmals zu ungeduldig, ließen zu viele gute Chancen aus und leisteten sich viele technische Fehler. „Es war das erwartet zähe Spiel. Trebur hat sehr lange Angriffe gefahren und wir waren dann bei Ballbesitz zu hektisch“, fand HSG-Trainer Gerald Röder. „Das haben wir dann aber in der Pause angesprochen und danach lief es deutlich besser.“

Mehr Konsequenz

Die Odenwälderinnen warteten in der zweiten Hälfte wesentlich geduldiger auf ihre Chancen, verwandelten sicherer und bauten dadurch ihren Vorsprung schnell und deutlich aus. Aus dem 9:6 (36.) machte die HSG ein 15:6 (42.) und sorgte damit für die Entscheidung. „Etwas weniger Hektik, etwas mehr Konsequenz – das hat heute gereicht“, war Röder froh, dass die Punkte trotz der Ausfälle einiger erfahrener Spielerinnen letztlich doch so sicher geholt werden konnten. Mit 11:15 Punkten hat man sich nun ein beruhigendes Polster verschafft und kann nach der kurzen Fastnachtspause im Saisonendspurt vielleicht noch ein, zwei Plätze gutmachen.

HSG Fürth/Krumbach II: Hess, Müller – Hahn (3), Pfeifer, Bühler (4), Bähr, Malin Dörsam (1), Ehret (2), Renner (3), Schneider (8/3), Weber, Kusch, Erny. mep

Herren

HSG Fürth/Krumbach – HSG Riedstadt 32:28

Fürth/Krumbach. Mit einer grundsoliden Leistung und vor allem viel Leidenschaft in der Deckung feierten die Bezirksoberliga-Handballer der HSG Fürth/Krumbach nach drei sieglosen Partien wieder einen Sieg: Gegen die HSG Riedstadt ließen die Odenwälder nichts anbrennen und setzten sich verdient mit 32:28 (13:12) durch. „In dieses Spiel haben wir uns reingekämpft und es dann hinten raus souverän gestaltet“, meinte Fürth/Krumbachs Trainer Sebastian Eisenhauer im Anschluss.

Die Gastgeber erwischten einen guten Start, führten 2:0 und 6:3 (11.), ehe es in der Offensive stockte. „Da hatten wir schon einige Probleme, waren im Abschluss etwas unkonzentriert“, fand Eisenhauer. Riedstadt nutzte dies aus, egalisierte zum 6:6 (13.) und lag beim 11:10 und 12:11 (29.) sogar zweimal in Führung, ehe Fürth/Krumbach noch vor der Pause das Resultat wieder zum 13:12 drehte.

Nach dem Seitenwechsel agierten die Odenwälder deutlich souveräner, bauten ihre Führung schnell auf drei Tore aus (16:13, 34.) und erhöhten mehrfach auf vier Treffer. Es dauerte aber bis zum 32:27, ehe die Punkte endgültig in trockenen Tüchern waren. Maßgeblichen Anteil daran hatte Torhüter Swen Hebling, der in der Schlussphase für Henrik Richter kam, zwei Strafwürfe parierte und zu einem ganz starken Rückhalt avancierte. Aber auch die beiden Akteure aus der zweiten Mannschaft, Malte Jäckel und Umut Camcioglu, hatten nach der frühen Roten Karte gegen Fabian Beye (26.) lange Spielanteile „und machten ihre Sache richtig gut“, so Eisenhauer.

HSG Fürth/Krumbach: Hebling, Henrik Richter – Beye (1), Malte Jäckel (2), Schuricht (5), Renner (2), Koch (3), Fischer (8/3), Kilian (4), Camcioglu, Lars Richter, Kaiser (7).

HSG Fürth/Krumbach II – HSG Riedstadt II 32:31

Einmal mehr war es die Breite des Kaders, die den Ausschlag zu Gunsten der HSG Fürth/Krumbach II gab, die dabei nicht nur das kurzfristige Fehlen der Leistungsträger Joe Brunnengräber und Eric Schütz am Kreis verkraften konnte, sondern auch noch mit dem verbliebenen Aufgebot mächtig viel Tempo machte. „Das ist in dieser Runde wirklich unser großes Plus: Ich kann fast nach Belieben wechseln, ohne dass es zu einem Bruch kommt“, erklärte Trainer Ingo Trumpfheller. Mit Riedstadt kam ein Gegner, der als Drittletzter noch mitten im Abstiegskampf steckt. „Aber so richtig weit waren sie bislang nicht von uns weg und entsprechend wichtig war heute dieser Sieg“, so der Fürther Coach, der allerdings erkennen musste, dass die Gäste sich für die Rückrunde noch einmal deutlich verstärkt haben, um den Klassenerhalt bei bis zu drei möglichen Absteigern noch zu erreichen. „Das war schon eine richtig gute Mannschaft, die uns das Leben sehr schwer machte“, sah Trumpfheller eine ausgeglichene Partie, haderte dabei allerdings auch mit einigen Fehlen in der Offensive. Die Entscheidung brachte erst eine Umstellung in der Deckung: Mit der intensiven, aggressiven 3:3-Formation rettete die Trumpfheller-Sieben den verdienten Erfolg. Die Bestnote verdiente sich Fabio Raabe.

HSG Fürth/Krumbach II: Alexander Schmitt, Dorn – Andreas Schmitt (1), Daubner (2), Klink (4), Malte Jäckel (2), Meiß (4), Weber, Volk (1), Raabe (5), Camcioglu (3/1), Schüle (4), Lannert (6), Jäger. mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 06.02.2023