19.04.2024

HSG gewinnt ein „seltsames Spiel“

Handball: Fürther geben sich gegen den Letzten keine Blöße

Fürth/Krumbach. Pflicht erfüllt! Die Handballer der HSG Fürth/Krumbach können ein Haken hinter das Spiel gegen das sieglose Schlusslicht TGB Darmstadt machen und bleiben aussichtsreich in den Top drei der Bezirksoberliga.

Schön war es aber nicht, was die Odenwälder ablieferten. Der 28:25 (13:10)-Erfolg war zwar verdient, „aber irgendwie war das ein seltsames Spiel“, meinte HSG-Trainer Stefan Eger. Da war in erster Linie die eigene Leistung: Die Fürther wirkten ohne Markus Koch und Fabian Beye, die beide kurzfristig passen mussten, über weite Strecken nicht so fokussiert, wie man sie im bisherigen Rundenverlauf gesehen hat. „Wir waren nicht gut“, gab Eger denn auch unumwunden zu. „Unsere Fehlerquote im Angriff war einfach zu hoch, phasenweise waren wir auch zu ungeduldig“, so der Coach, der den Gästen Respekt zollte: „Darmstadt ist nicht so schlecht, wie es der Tabellenplatz glauben lässt. Das habe ich vor dem Spiel gesagt und das wurde bestätigt.“

Zum anderen taten sich die Odenwälder an diesem Abend schwer, sich auf die Linie der Schiedsrichter einzustellen und mit zunehmender Spielzeit haderten die Gastgeber immer mehr mit den Entscheidungen, was der Qualität der Partie nicht zuträglich war. Immerhin: Fürth/Krumbach lag kein einziges Mal zurück, konnte sich erlauben, viel durchzuwechseln und den einen oder anderen Leistungsträger wie beispielsweise Keeper Henrik Richter komplett zu schonen.
 Beim 12:8 (24.) schien die HSG sich absetzen zu können, beim 17:16 (42.) war es wieder eng. Und daran sollte sich schließlich bis zur Schlusssirene nichts mehr ändern, zumal die vertretbare Rote Karte gegen David Fischer furz nach der Pause (34.) für einen zusätzlichen Durchhänger sorgte. Fürth/Krumbach legte konsequent knapp vor, bog nach dem 25:24 (56.) mit Treffern von Jascha Schuricht und Luca Kilian zum 27:24 (58.) auf die Siegerstraße ein und ließ sich die Punkte nicht mehr nehmen.
HSG Fürth/Krumbach: Hebling, Henrik Richter – Jäckel (3), Schuricht (6), Renner, Fischer (3), Sattler, Kilian (3), Schmitt, Jaworski (3), Raabe (5), Lars Richter, Kaiser (5).

HSG Fürth/Krumbach II – SKV Mörfelden 36:31 (18:12): Keine Probleme hatte die A-Liga-Reserve der HSG Fürth/Krumbach und das, obwohl mit Marco Kindinger und Paul Schüle zwei Leistungsträger fehlten. „Wir haben gut gespielt. Waren von Anfang an überlegen“, sah HSG-Trainer Ingo Trumpfheller sein Team in guter Verfassung. Beim 10:5 (19.) war bereits klar, dass die Odenwälder sich keine Blöße geben würden. Trumpfheller nutzte die Gelegenheit, um munter durchzuwechseln und auch den Spielern aus der zweiten Reihe lange Einsatzzeiten zu geben. „Das ist mir wichtiger, als dass wir am Ende mit 20 Toren gewinnen“, betont er.

Dass der Spielfluss durch die Wechsel etwas ins Stocken geriet und zudem einige individuelle Fehler passierten, schmerzte im Lager der Odenwälder niemanden. Konsequent führten sie und in der Schlussviertelstunde konnten sie trotz phasenweiser doppelter Unterzahl die Partie sicher nach Hause schaukeln. HSG II: Samardzic, Dorn – Schmitt (3), Daubner (5), Meiß (3), Krämer, Herdner, Sattler, Baumgartl, Vögeler (3), Klink (9), Trumpfheller (4/4), Camcioglu (5), Lannert (4). mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 21.11.2022