13.06.2024

„Irgendwie belangloses Spiel“ | HSG II bricht auseinander

Hart zur Sache ging es zumindest bei den Gästen nur phasenweise im Handballderby zwischen dem SV Erbach (Luca Jordan am Ball) und der HSG Fürth/Krumbach (Matthis Jäckel). Am Ende gewannen die Hausherren am Freitagabend mit 37:32 Toren. Bild: Philipp Reimer

HSG Fürth/Krumbach ist nach 32:37 im Derby beim SV Erbach endgültig raus aus dem Titelrennen in der Bezirksoberliga.

Erbach/Fürth. Sie hatten sich viel vorgenommen, die Handballer der HSG Fürth/Krumbach. Sie wollten im Bezirksoberliga-Derby beim SV Erbach die Punkte mitnehmen, um die Vize-Meisterschaft im Blick zu behalten und mit einem guten Gefühl ins letzte Heimspiel am kommenden Samstag gegen den aktuellen Zweiten MSG Roßdorf/Reinheim zu gehen. Doch die Odenwälder bekamen diesmal ihre PS nicht auf die Platte und so stand am Ende eine 32:37- (10:18)-Niederlage zu Buche.

„Das war heute irgendwie ein belangloser Punktverlust in einem irgendwie belanglosen Spiel“, lautete das Fazit von HSG-Trainer Stefan Eger. Er wollte seiner Mannschaft nicht den Willen absprechen, aber zum Rundenende hin investierten die Gastgeber einfach mehr in einer Partie, in der es für beide um nicht mehr viel ging.

Aufseiten des SVE war man nach dem Sieg gegen den alten Rivalen aus Fürth natürlich hochzufrieden: „Vor allem in der ersten Hälfte waren wir in allen Belangen überlegen“, fand Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath. „Egal ob auf der Torhüterposition, in der Abwehr oder im Angriff. Wir haben 30 Minuten eine Top-Leistung geboten“, lobte er sein Team und bekam dabei keinen Widerspruch von Fürther Seite. Erbach war an diesem Freitagabend in der Abwehr griffiger. „Sie haben tatsächlich die entscheidenden Prozent mehr investiert“, gab Eger zu.

Zum Matchwinner aufseiten des SVE wurde Keeper Bastian Flath, der eine überragende Leistung bot. Darüber hinaus war Lukas Müller nicht zu stoppen, kam am Ende auf satte 15 Tore.

Die Fürther erwischten einen schwachen Start, gerieten auf Grund ungewohnter Fehler gegen die bewegliche Erbacher Deckung nach dem 4:5 (9.) mit 5:9 (12.) ins Hintertreffen, und als es fünf Minuten vor der Pause bereits 17:8 für die Gastgeber stand, rieben sich die Zuschauer in der sehr gut besuchten Mehrzweckhalle verwundert die Augen.

Und auch nach dem Seitenwechsel hatte die HSG erst mal nichts entgegenzusetzen, erst nach dem 20:29 (46.) rissen sich die Odenwälder zusammen, verkürzten Tor um Tor und beim 31:35 nach einem Doppelpack von Fabian Beye vier Minuten vor dem Ende war ein Punktgewinn wieder in Reichweite. Doch Erbach, vom ehemaligen Fürther Trainer Jens Becker glänzend eingestellt, behielt die Nerven und am Ende verdient die beiden Punkte. Die Entscheidung um die Meisterschaft in der Bezirksoberliga fällt nun zwischen Spitzenreiter TSV Pfungstadt und dem Tabellenzweiten MSG Roßdorf/Reinheim.

HSG Fürth/Krumbach: Henrik Richter, Hebling – Beye (12), Jäckel (2), Schuricht (5/1), Renner, Koch (1/1), Schott (1), Kilian (1), Jaworski (2), Mink, Raabe, Lars Richter (1), Kaiser (7). mep

HSG II bricht auseinander

Handball: 19:42-Niederlage beim TV Büttelborn II

Fürth. Vollkommen chancenlos waren am Samstagabend die A-Liga-Handballer der HSG Fürth/Krumbach II beim TV Büttelborn II. Mit 19:42 (10:21) gingen die Odenwälder beim Tabellendritten unter. „Wir hätten auch in Bestbesetzung gegen diesen guten Gegner wohl schon keine Chance gehabt, aber mit dieser Rumpfmannschaft war überhaupt nichts drin“, so Trainer Ingo Trumpfheller, der auf Grund der angespannten personellen Situation – am Freitag telefonierte er noch herum, um zumindest nicht absagen zu müssen – selbst lange Spielanteile nahm. „Büttelborn hat das richtig gut gemacht, wir sind leider auseinandergebrochen“, musste der Coach erkennen. „Aber eingeplant hatte ich hier ohnehin nichts. Unser Fokus liegt auf dem Heimspiel am kommenden Samstag gegen den Drittletzten Roßdorf. Wenn wir das gewinnen, dann haben wir am letzten Spieltag gegen Lampertheim ein Endspiel um Platz sieben. Wenn wir Siebter werden würden, dann wäre das schon ein Erfolg“, richtete Trumpfheller nach dem Debakel den Blick gleich wieder nach vorne.

HSG Fürth/Krumbach II: Lindner, Samardzic – Schmitt (6), Jäckel (2), Krämer (3), Thomas Eger, Sattler (2), Baumgartl (1), Daubner, Carl, Möke, Trumpfheller (5/3). mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 24.04.2023