03.03.2024

Noch keine Kampfansage an die Konkurrenz

Für Yannik Kaiser und die HSG Fürth/Krumbach zählt es am Samstag gegen Landesliga-Absteiger TV Groß-Rohrheim. Bild: Philipp Reimer

HSG Fürth/Krumbach muss ihre Hausaufgaben machen, um an Tabellenführer TSV Pfungstadt dranzubleiben.

Fürth/Krumbach. Vom Meisterschaftskampf will Stefan Eger nicht wissen. Noch nicht. „Die Runde ist noch extrem lang und wir haben jetzt in den nächsten Wochen einige ganz schwere Spiele“, meint der Trainer der HSG Fürth/Krumbach, die sich mit 22:4 Punkten in Schlagdistanz zum Bezirksoberliga-Spitzenreiter TSV Pfungstadt befindet.

„Ob vielleicht wirklich was möglich ist, das wird man wohl erst im März sagen können. Bis dahin kann noch einiges passieren“, will der Coach keine Kampfansage an die Konkurrenz machen. Nur so viel: „Natürlich wollen wir immer gewinnen. Aber in den letzten Wochen vor Weihnachten haben wir mit vielen Ausfällen leben müssen und dabei gesehen, dass das auch ganz schnell mal zu ernsthaften Problemen führen kann.“

Für die Fürther spricht allerdings, dass sie diese schwierige Phase gut überstanden haben. „Dennoch werden wir weiter von Spiel zu Spiel schauen und nicht abheben“, so Eger.

TV Groß-Rohrheim kommt

Am Samstag (19 Uhr) startet die Rückrunde der HSG mit einer sehr anspruchsvollen Aufgabe: Der letztjährige Landesligist TV Groß-Rohrheim kommt in die Schulsporthalle. „Wir werden uns sicherlich nicht von der Tabellenkonstellation blenden lassen“, verspricht Eger. „Groß-Rohrheim ist auf alle Fälle stärker einzuschätzen, als es der aktuelle achte Rang aussagt“, sieht er die Gäste als „extrem gefährlich“ an. Dennoch: „Wir freuen uns auf dieses Spiel, und ich finde es sogar gut, dass gleich eine hohe Hürde auf uns wartet. Es ist gut, gleich fokussiert sein zu müssen.“

Bis zum ersten Pflichtspiel des Jahres wird Eger seine Mannschaft lediglich viermal im Training beisammen gehabt haben. Der Start erfolgte am vergangenen Freitag, in dieser Woche wird dreimal trainiert und dann geht es schon los. Ganz anders in Groß-Rohrheim, wo Coach Frank Herbert seinem Team nur wenige Tage Pause gewährte. „Dennoch bin ich überzeugt, dass wir sehr gut vorbereitet sein werden. Die Jungs haben in den bisherigen Einheiten richtig gut mitgezogen und es läuft nach Plan“, sagt Eger.

Fehlen werden lediglich die beiden Langzeitverletzten Philipp Mink und Sebastian Schott. Aber auch bei diesen beiden scheint das Comeback zu nahen: „Ich rechne im Laufe des Februars wieder mit ihnen. Auf keinen Fall werde ich sie zu früh einsetzen. Wir wollen kein Risiko eingehen. Es ist besser zu wissen, dass Spieler wieder hundert Prozent fit zurückkommen, als nach einem zu frühen Beginn wieder eine Verletzung zu riskieren.“

Unterdessen laufen auch die Planungen für die kommende Saison bei Fürth/Krumbach auf Hochtouren. „Ich kann mir schon vorstellen, meinen Vertrag hier zu verlängern“, so Stefan Eger. Die Gespräche mit Mannschaft und Vorstand laufen, aber eine finale Entscheidung ist noch nicht gefallen. Für den 32-Jährigen ist aber eines klar: „Entweder mache ich hier weiter oder erst mal eine Pause. Dass ich direkt zu einem anderen Verein wechsle, halte ich derzeit für nahezu ausgeschlossen.“

Sieg ist Pflicht

Ein Sieg ist Pflicht, wenn die HSG Fürth/Krumbach II am Samstag ab 17.05 Uhr die SG Egelsbach II zu Gast hat. Die Egelsbacher kommen als Schlusslicht der Bezirksliga A, während die Mannschaft von Trainer Ingo Trumpfheller als guter Tabellensiebter mit 14:12 Punkten ins neue Jahr startet. Diese Bilanz gilt es nun mit einer Wiederholung des Hinspielerfolgs ausbauen, wenngleich es sicherlich nicht ganz so leicht fallen wird, wie damals am ersten Spieltag beim 38:18-Sieg. mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 12.01.2022