13.06.2024

So läuft der Umbruch bei der HSG Fürth/Krumbach

Jascha Schuricht sucht in der neuen Saison seine Chance beim Regionalligisten HSG Nieder-Roden. Bild: Kopetzky

Norbert Metzger kehrt als Trainer der zweiten Mannschaft zur HSG Fürth/Krumbach zurück. Jascha Schuricht wechselt in die Regionalliga. Die Richter-Brüder hören auf.

Bei den Handballern der HSG Fürth/Krumbach nimmt der Umbruch, der sich in den letzten Monaten angedeutet hat, Konturen an. Schon Anfang des Jahres wurden mit der Verpflichtung des aktuellen Zweitmannschaftstrainers Ingo Trumpfheller die Weichen gestellt, jetzt ist auch klar, wer das Bezirksoberliga-Team verlassen wird und vor allem, wer für Trumpfheller die A-Liga-Mannschaft übernehmen wird: Das Fürther Ur-Gestein Norbert Metzger soll die Aufbauarbeit in der Reserve fortführen und den Unterbau für die deutlich verjüngte erste Mannschaft formen.

„Ich habe schon mit Norbert gesprochen und wir sind da auf einer Wellenlänge“, freut sich Trumpfheller, der Metzger schon seit langem kennt, auf die Zusammenarbeit. Für den HSG-Abteilungsleiter Tim Renner war diese Konstellation die Ideallösung und umso mehr freute er sich, dass sich das nun so realisieren ließ.

Für den 56-jährigen Metzger, der beruflich bedingt ein Jahr Pause vom Trainergeschäft machte, kommt es nun zu einem Wiedersehen mit vielen Akteuren, die er schon in der Jugend gecoacht hat und ein ganzes stückweit formte: „Ich freue mich auf diese Aufgabe. Das sind gute Jungs und sie haben noch viel Potenzial.“ Damit und mit der guten Jugendarbeit sollte Fürth/Krumbach perspektivisch gut aufgestellt sein.

Es wird etwas Zeit brauchen

Klar ist aber auch, der Umbruch wird eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, vom Meisterschaftskampf darf man für die kommende Runde nicht ausgehen. Verlassen werden das Bezirksoberliga-Team die Leistungsträger Luca Kilian, Markus Koch sowie die Brüder Lars und Henrik Richter. „Es war schön, dass wir hier noch mal zusammenspielen konnten, aber jetzt hat es auch gepasst, dass wir gemeinsam aufhören“, erklärt Lars Richter. Beide plagen sich in letzter Zeit vermehrt mit Blessuren herum, „und besser wird das auch nicht. Natürlich wird uns etwas fehlen, aber es ist auch schön, wenn man die Karriere zusammen beenden kann“, spricht er auch für seinen Bruder Henrik, der als Klasse-Keeper eine große Lücke hinterlassen wird. Gleichzeitig werden die beiden dem Verein im Umfeld erhalten bleiben und sich in der Abteilungsarbeit weiterhin einbringen. Während die Routiniers allesamt ihre Karriere beenden, sucht Jascha Schuricht eine neue Herausforderung, wird zukünftig bei der HSG Nieder-Roden in der neu geschaffenen Regionalliga am Ball sein. Wobei nicht nur die sportliche Herausforderung eine Rolle spielt. Zuletzt pendelte der Leistungsträger zu Training und Spiel über eine Stunde aus seinem Wohnort Frankfurt nach Fürth, jetzt reduziert sich die Fahrtzeit nach Nieder-Roden auf 20 Minuten. „Wir haben vollstes Verständnis, dass er wechselt. Es ist ihm hoch anzurechnen, dass er in dieser Runde den Aufwand betrieben hat, immer nach Fürth zu fahren – und er war tatsächlich immer da. Zudem ist er jung und wenn er jetzt diese Chance auf die Regionalliga hat, dann drücken wir ihm die Daumen“, betont Lars Richter.

Die frei werdenden Plätze im Bezirksoberliga-Kader werden von jungen Akteuren aus der zweiten Mannschaft gefüllt und Ingo Trumpfheller ist sich sicher: „Damit werden wir auch sehr gut aufgestellt sein. Die Spieler haben sich klasse entwickelt und werden zukünftig die Verantwortung übernehmen.“

Mit einem Kader von 16, 17 Spielern will der neue Coach am 20. Juli in die Vorbereitung auf die nächste Bezirksoberliga-Saison gehen. Schon jetzt hat er zehn Testspiele ausgemacht, dreimal Training pro Woche ist bis zum Rundenstart im September obligatorisch, darunter auch Einheiten im Fitnessstudio. „Unser Ziel muss es sein, mit unserer deutlich verjüngten Mannschaft aus einer offensiven Deckung hohes Tempo zu gehen“, erklärt Trumpfheller. Mit Leidenschaft und einer attraktiven Spielweise soll ein Platz in der vorderen Hälfte der Bezirksoberliga in Angriff genommen werden. mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 25.04.2024