19.04.2024

„Achterbahnfahrt“ in Fürth endet unentschieden

David Fischer (beim Wurf) war mit acht Treffern der Haupttorschütze der HSG Fürth/Krumbach beim 29:29-Unentschieden im Bezirksoberliga-Derby gegen den SV Erbach.

HSG Fürth/Krumbach und SV Erbach trennen sich im Bezirksoberliga-Derby leistungsgerecht 29:29 (10:8) unentschieden. Trainer Sebastian Eisenhauer ist damit zufrieden.

Nicht immer hochklassig, aber dafür spannend verlief das Derby der Handball-Bezirksoberliga zwischen der HSG Fürth/Krumbach und dem SV Erbach. Für beide Teams war es eine Achterbahnfahrt, die mit einem leistungsgerechten 29:29 (16:13)-Remis endete.

„Damit können wir, aber auch Erbach leben“, meinte HSG-Trainer Sebastian Eisenhauer und erntete Zustimmung von SVE-Abteilungsleiter Thomas Flath: „Die Punkteteilung entspricht dem Spielverlauf. In den Schlussminuten war das völlig offen, das Remis geht absolut in Ordnung.“ Einig war man sich auch, dass das Derby „richtig Spaß gemacht“ hat, wie Eisenhauer betont. Die Halle war voll, die Stimmung auf den Rängen angesichts des engen Spielverlaufs prächtig.

Die Erbacher erwischten den besseren Start, waren immer wieder über ihr schnelles Umschaltspiel erfolgreich. „Da hatten wir erst mal kein Mittel dagegen, obwohl wir genau wussten, was auf uns zukommen wird“, ärgerte sich Eisenhauer über das inkonsequente Rückzugsverhalten seiner Mannschaft. Im 30-Sekunden-Takt fielen die Tore bis zum 6:8 (8.), dann gelang es Fürth die Partie an sich zu reißen. „Wir haben besser nach hinten gearbeitet. Immer dann, wenn wir Erbach in den Positionsangriff gezwungen haben, lief es für uns“, so der HSG-Coach mit Blick auf die 10:8-Führung (12.), die auf 15:12 (23.) ausgebaut werden konnte. „In dieser Phase haben wir leider zu viele einfache Gegentore kassiert und keinen Zugriff mehr bekommen“, fand Erbachs Thomas Flath, der dann in den zweiten 30 Minuten wieder eine deutliche Leistungssteigerung seines Teams sah.

Es war aber vorerst Fürth/Krumbach, das seine Führung behauptete. Erst nach dem 23:19 (45.) geriet das Offensivspiel der Gastgeber etwas ins Stocken. „Da hatten wir zehn ganz schlechte Minuten, in denen wir außer Tritt waren und zudem viele Chancen ausgelassen haben“, sagte Eisenhauer. Erbach kam heran und schaffte fünf Minuten vor dem Ende erstmals wieder den Ausgleich (27:27). Ganz wichtig in dieser Phase war, dass die HSG nicht ins Hintertreffen geriet. Mit viel Leidenschaft stemmte sich Fürth gegen eine drohende Niederlage, ging noch zweimal durch David Fischer in Führung, ehe Erbachs Haupttorschütze Maximilian Bänsch zum 29:29 egalisierte. Zu diesem Zeitpunkt waren noch zwei Minuten zu spielen, aber keine Seite konnte mehr den entscheidenden Treffer markieren, zumal auch die Unparteiischen nun jeweils früh ein drohendes Zeitspiel anzeigten und es dadurch zu unvorbereiteten Würfen kam.

HSG Fürth/Krumbach: Hebling, Henrik Richter – Beye (3), Matthis Jäckel (7), Schuricht (3), Renner, Koch (2), Fischer (8), Sattler, Kilian (1), Mink (3), Lars Richter, Kaiser (2), Malte Jäckel. mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 19.03.2024