19.04.2024

„Endspiel“ um den vierten Platz

Theresa Jöst will mit der HSG Fürth/Krumbach unbedingt einen Sieg beim Drittletzten FSG Lola landen. Bild: Gian-Luca Heiser

Handball: HSG Fürth/Krumbach muss Verfolger SV Erbach auf Distanz halten. Auch die Frauen haben ein Derby

Fürth/Krumbach. Für Sebastian Eisenhauer ist klar: Der vierte Platz soll am Rundenende fix sein. Der Trainer des Handball-Bezirksoberligisten HSG Fürth/Krumbach weiß, dass die Top-Drei der Liga schon enteilt sind, aber der aktuelle Rang direkt dahinter, der soll es bleiben. Dazu müssen sich die Odenwälder allerdings vor allem vor dem nur einen Punkt weniger aufweisenden SV Erbach behaupten. Und genau gegen diesen Gegner geht es am Sonntagabend ab 18 Uhr in der heimischen Schulsporthalle.

„Wenn man sich die Tabelle anschaut, dann ist klar, dass ein Sieg praktisch schon Pflicht ist“, erklärt Eisenhauer. Allerdings warnt er eindringlich vor den schnellen SVE-Spielern, die jedem Gegner der Liga das Leben schwermachen können. „Aber wir sind zu Hause und da zählt nur ein Sieg“, gibt er sich kämpferisch, zumal seine Mannschaft zuletzt wieder im Aufwärtstrend war, auch wenn es beim TSV Modau eine 22:26-Niederlage setzte. „Aber genau so eine Einstellung, so eine Defensivarbeit brauchen wir auch gegen Erbach“, fordert der Coach der Odenwälder. „Wir müssen verhindern, dass Erbach ins Laufen kommt, dann haben wir alle Chancen.“ Zudem gilt es auch, Revanche für die 27:32-Hinspielniederlage zu nehmen.

Auf Erbacher Seite strotzt man allerdings derzeit vor Selbstvertrauen, die letzten drei Siege brachten das Team von Trainer Franz-Josef Höly in die Situation, Fürth/Krumbach überholen zu können. „Aber das Spiel in Fürth ist schon eine echte Herausforderung“, meint SVE-Abteilungsleiter Thomas Flath. „Die HSG hat in eigener Halle gegen Groß-Rohrheim, Modau und Arheilgen gewonnen und damit gegen die komplette Top-Drei der Liga. Das sagt schon alles über deren Stärken aus“, warnt Flath, der ein „schönes und schnelles Handballspiel“ erwartet.

Auch das Derby zwischen den beiden A-Liga-Reserven der HSG Fürth/Krumbach II und des SV Erbach II am Samstag um 17 Uhr verspricht viel Tempo und der Ausgang scheint völlig offen, wenngleich hier die Gäste aus dem Heppenheimer Stadtteil in der Rolle des Gejagten sind. Erbach belegt derzeit Rang sieben, hat als Aufsteiger beachtliche 22:16 Punkte auf dem Konto, während Fürth als Neunter mit 15:23 Zählern etwas den eigenen Erwartungen hinterherhinkt. Umso wichtiger ist es für HSG-Trainer Ingo Trumpfheller, dass nun in den verbleibenden sieben Spielen noch fleißig Punkte gesammelt werden, um am Ende zumindest den einstelligen Platz zu halten. Beide Mannschaften praktizieren meist eine sehr offensive Deckung und gehen mit ihren jungen Spielern hohes Tempo. So knacken beide regelmäßig die 30-Tore-Marke, Erbach kam zuletzt sogar zu einem 40:40 in Biblis.

„Seuchensaison“ gut beenden

Wie bei den Männern, wartet auch auf die Frauen der HSG Fürth/Krumbach kreisinterne Vergleiche: Das Bezirksoberliga-Team muss am Samstag um 17 Uhr bei der FSG Lola in Lorsch ran, die A-Liga-Reserve als Tabellensiebter bereits um 16 Uhr bei der FSG Biblis/Gernsheim (4.).

Für die erste Mannschaft von Trainer Martin Guthier geht es zwar in den letzten beiden Rundenspielen nicht mehr um viel, das Minimalziel Klassenerhalt ist längst erreicht. Aber gegen den Drittletzten Lola, der nur einen Punkt weniger auf dem Konto hat, soll unbedingt noch ein Sieg her, ebenso wie am letzten Spieltag gegen Schlusslicht Dornheim. Schließlich geht es darum, die „Seuchensaison“, so Guthier, in der unglaubliches Verletzungspech immer wieder für Rückschläge sorgte, halbwegs ordentlich zu Ende zu bringen und zugleich Martin Guthier, der das Zepter bekanntlich an Daniel Werner übergeben wird, einen guten Abschied zu bescheren.

Aber auch gegen die Lolas sieht es personell nicht gut aus, besonders im Rückraum hat Guthier wieder einige Ausfälle. So fehlen wohl Lilly Schüle und Shannon Obermeier (beide krank) und natürlich die langzeitverletzte Elena Weber. „Wir werden vermutlich nur mit zehn Spielerinnen dort hinfahren“, so Guthier, der eindringlich vor den Gastgeberinnen warnt: „Die sind immer für 25 Tore gut und da muss man in der Abwehr sehr aufmerksam sein.“ mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 14.03.2024