13.06.2024

Guthier fordert eine deutliche Steigerung

Derbys zwischen der HSG Fürth/Krumbach und dem TV Siedelsbrunn sind immer umkämpft. Hier stoppen Selin Büyükodabasi (links) und Lena Mottl mit vereinten Kräften die Fürtherin Katharina Brandenburger. Bild: Fritz Kopetzky

Fürth/Krumbach. Nur zu gerne würden die Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach ihre weiße Weste behalten. Doch nach den beiden knappen Siegen gegen Dornheim (29:28) und Biblis (23:22) wartet nun eine ganz schwere Aufgabe auf das Team von Trainer Martin Guthier: Zum Bezirksoberliga-Derby kommt am Sonntagabend (18 Uhr) der TV Siedelsbrunn in die Schulsporthalle. „Wenn wir da was holen wollen, müssen wir uns gewaltig steigern“, sieht Guthier die Überwälderinnen als „deutlich stärker als unsere bisherigen Gegner“ an. Allerdings: Verstecken will er sich auch nicht. Zwar habe man in den ersten beiden Spielen gesehen, dass sich die neu formierte Mannschaft in manchen Bereichen noch finden muss, „aber die Mädels geben alles, um erfolgreich zu sein. Sie ziehen sehr gut mit und haben einen großen Willen.“

Im Derby kann er auf seine aktuelle Bestbesetzung zurückgreifen, auch Jil Dingeldein sollte nach ihrer Verletzung wieder im Kader stehen.

Siedelsbrunn startete mit einer schwachen Leistung gegen Walldorf (15:19) in die Runde, präsentierte sich aber am vergangenen Wochenende beim 36:22 in Dornheim deutlich verbessert. „Mit dieser Konsequenz im Angriff müssen wir auch in Fürth auftreten“, fordert TVS-Coach Daniel Werner. Und wenn dann auch noch Linda Berghegger wieder solch eine Top-Leistung wie zuletzt abliefert, dann blicken die Siedelsbrunnerinnen optimistisch auf das Derby: „Natürlich fahren wir dorthin, um etwas zu holen“, lässt Werner keine Zweifel aufkommen.

Endlich dürfen auch die A-Liga-Handballerinnen der HSG II ran: Am Sonntag (16 Uhr) empfängt das Team von Trainer Gerald Röder die HSG Rüsselsheim/Bauschheim, die auch noch nicht gespielt hat, während die meisten anderen Teams bereits zwei Partien absolvierten. „Wir wissen noch nicht so richtig, wo wir stehen“, so der Coach.

Spitzenspiel für die Männer

Das Spitzenspiel der Männer-Bezirksoberliga steigt am Sonntag (16 Uhr) zwischen der HSG Bensheim/Auerbach und der HSG Fürth/Krumbach, die beide noch keinen Punkt abgegeben haben. Doch ausgerechnet vor diesem schweren Spiel plagen Fürths Coach Stefan Eger personelle Probleme: Matthis Jäckel muss wegen seiner Handgelenksverletzung pausieren, ebenso Yannik Kaiser, Sebastian Schott, David Fischer und Philipp Bund. „Natürlich ist das alles andere als ideal, aber das ändert nichts daran, dass wir eine gute Mannschaft beisammen haben“, so Eger, der im Training seine Spieler intensiv auf den Gegner eingestellt hat und „ein paar Überraschungen“ für die Gastgeber einstudiert hat. „Druck haben wir auswärts nach unserem guten Start nicht. Ich denke, es wird viel auf die Tagesform ankommen“, meint Eger.

Sein Gegenüber, Bensheims Coach Moritz Brandt, sieht indes die Odenwälder in der Favoritenrolle: Da bekommen wir es mit einer Mannschaft mit vielen erfahrenen Akteuren zu tun. Das kann schon ein wegweisendes Spiel werden.“

Trumpfheller hat Personalsorgen

Die personellen Probleme der ersten Mannschaft wirken sich auch auf die A-Liga-Reserve von Trainer Ingo Trumpfheller aus: Vor dem Spiel am Sonntag (15 Uhr) beim TuS Griesheim II muss die HSG II Matheus Jaworski an das Bezirksoberliga-Team abgeben. „Er wird uns genauso fehlen wie Marco Kindinger, der wohl an der Schulter operiert werden muss“, so Trumpfheller: „Damit fehlen zwei absolute Leistungsträger, was nur extrem schwer zu kompensieren sein wird.“ mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 11.11.2021