30.05.2024

Großer Kampf nicht belohnt

Fürth/Krumbach. Nach großem Kampf verpassten die A-Jugendhandballer der HSG Fürth/Krumbach in einer dramatischen Schlussphase den Sprung ins Endspiel um die Meisterschaft in der Bezirksoberliga. Im Halbfinale musste sich die Mannschaft der Trainer Thomas Eger und Stefan Eisenhauer gegen die HSG Bieberau-Modau denkbar knapp mit 26:27 Toren geschlagen geben. Entscheidend war ein Siebenmeter-Tor des Gegners sechs Sekunden vor dem Abpfiff.

Eine Woche zuvor hatte Fürth/Krumbach in eigener Halle noch mit 15 Toren Differenz gegen Bieberau-Modau verloren. Auch in der neutralen Halle in Braunshardt sah es zu Beginn so aus, als ob die Partie eine klare Angelegenheit für den Favoriten werden würde, legte er doch über ein 4:1 eine schnelle 6:3-Führung vor (8.). Doch die Weschnitztaler standen dieses Mal fast komplett und waren hoch motiviert. So kämpfte sich Fürth/Krumbach auf 6:6 heran und ging beim 8:7 erstmals in Führung (16.). In einer hart geführten Auseinandersetzung sah ein Bieberauer schon früh die Rote Karte, Paul Jünger musste mit einer Platzwunde an der Augenbraue weiterspielen. Nachdem dann der Gegner mit 12:10 in Führung gegangen war, brachte Laurin Weise Fürth/Krumbach Sekunden vor der Pause mit 13:12 wieder nach vorne. In der zweiten Hälfte setzte sich das Kopf-an-Kopf-Rennen fort, ehe sich Fürth/Krumbach eine kurze Phase der Unkonzentriertheit gönnte, die der Gegner zum 20:16 nutzte.

Malte Jäckel verletzt sich

Die Vorentscheidung schien gefallen, aber auch danach kämpfte sich die Odenwälder wieder heran und waren wieder bei der Sache, als sie in der 49. Minute zum 21:21 ausglichen. In den letzten Minuten musste die HSG eine Rote Karte für Eric Schütz verkraften, zudem verletzte sich Malte Jäckel am Knöchel. 20 Sekunden vor dem Ende traf Paul Jünger zum 26:26. Bieberau für den letzten Angriff eine Auszeit, die Odenwälder attackierten nach Wiederanpfiff aber zu aggressiv, was eine weitere Rote Karte für Gavin Volk und einen Siebenmeter zur Folge hatte. Bieberau-Modau traf sechs Sekunden vor dem Schluss zum 27:26, der nach dem schnellen Anwurf sofort ausgeführte Schussversuch von Jünger kurz hinter der Mittellinie blieb in der gegnerischen Abwehr hängen – und Bieberau-Modau durfte jubeln. Bei Fürth/Krumbach war die erste Enttäuschung groß, sie wich aber schnell der Erkenntnis, den favorisierten Gegner mit der besten Saisonleistung fast gestürzt zu haben. Bieberau-Modau ist seinerseits nun Außenseiter im Finale gegen die HSG Weiterstadt/Braumshardt/Worfelden, die die Bezirksoberliga bislang klar dominiert hat.
HSG Fürth/Krumbach: Otte, Schmitt (3), Jünger (8/2), Jäckel (6), Herdner (4/1), Schütz (1), Hüttig (2), Weise (2), Volk, Heckmann, Arnold, Marquard.

Quelle: Odenwäöder Zeitung, 29.03.2022