19.04.2024

HSG Fürth/Krumbach findet einen Trainer in den eigenen Reihen

Daniel Werner (hier noch als Siedelsbrunner Frauentrainer) übernimmt in der kommenden Saison die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach.

Daniel Werner trainiert in der neuen Saison die Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach in der Bezirksoberliga. Seinen ersten Einsatz hat der aktuelle B-Jugendtrainer bereits am Sonntag.

Weichenstellung bei der HSG Fürth/Krumbach: Nachdem schon seit Anfang des Jahres klar war, dass Martin Guthier sein Amt als Trainer des Frauenhandball-Bezirksoberliga-Teams abgeben wird, konnte Abteilungsleiterin Katharina Hallstein nun einen Nachfolger präsentieren: Daniel Werner, derzeit noch Coach der weiblichen B-Jugend der HSG Fürth/Krumbach, wird ab Sommer die erste Frauenmannschaft und die weibliche A-Jugend unter seinen Fittichen haben.

Und wie es der Zufall will, kommt er schon jetzt zu seinem ersten Pflichtspiel in der zukünftigen Funktion: Da Martin Guthier krankheitsbedingt ausfällt, hat Werner in dieser Woche das Training übernommen und wird auch am Sonntag (18 Uhr) im Heimspiel gegen die HSG Weiterstadt/Braunshardt II auf der Bank sitzen. „Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit Daniel Werner diese Lösung gefunden haben. Gerade die Funktion als Trainer der ersten Frauenmannschaft und der A-Jugend passt sehr gut zu unserem Konzept, das ein Höchstmaß an Durchlässigkeit zwischen der Jugend und dem Aktivenbereich vorsieht“, erklärt Katharina Hallstein.

Seit zwei Jahren ist Werner als Jugendcoach in Fürth aktiv, trainierte zuvor aber bereits den TV Siedelsbrunn in der Bezirksoberliga. „Ich wollte nach Siedelsbrunn und der Corona-Zeit erst mal etwas kürzertreten, habe ganz bewusst Jugend trainiert. Aber jetzt ist für mich auch wieder der richtige Zeitpunkt“, freut sich der 33-Jährige auf die Aufgabe.

Martin Guthier zur HSG Worms

„Ich werde eine Mannschaft mit viel Potenzial übernehmen und mit der Kooperation mit der A-Jugend und der engen Zusammenarbeit mit der zweiten Mannschaft und deren Trainer Gerald Röder sehe ich wirklich gute Möglichkeiten“, ist Werner überzeugt. Im Kader der Bezirksoberliga-Handballerinnen wird es aller Voraussicht nach nur geringfügige Änderungen geben. „Es werden ein paar Spielerinnen mit dem Studium beginnen und vielleicht nicht immer dabei sein können. Aber das werden wir auffangen können“, so Katharina Hallstein. Auch der aktuelle Coach Martin Guthier ist überzeugt davon, dass die Lösung passt: „Gerade die Kombination Jugend/Aktive ist sehr wichtig und Daniel Werner ist der richtige Mann für diese Aufgabe.“ Guthier selbst ist inzwischen auch schon mit einem neuen Club einig: Der 52-Jährige wird in der nächsten Runde den derzeit im Abstiegskampf steckenden Männer-Oberligisten HSG Worms übernehmen. Dort wird er wie schon in Fürth von Kay-Peer Lehmann unterstützt werden.

Vorerst liegt der Fokus von Martin Guthier aber auf den letzten vier Saisonspielen mit seinen Fürther Damen. „Jetzt kommen mit dem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Weiterstadt und danach der Partie beim Tabellenführer Riedstadt die schwersten Aufgaben. Danach folgen zwei Partien gegen Teams, die hinter uns stehen. Unser Ziel ist es schon, noch ein paar Punkte zu holen“, betont er. Auch die A-Liga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach II bekommen es am Sonntag (16 Uhr) mit einem Tabellenzweiten zu tun und sind gegen die HSG Langen ebenfalls Außenseiter. „Da kommt eine ganz starke Mannschaft. Wir werden uns ganz anders präsentieren müssen, als zuletzt in Roßdorf“, fordert HSG-Coach Gerald Röder.

Bereits am Samstag (19 Uhr) empfangen die Bezirksoberliga-Männer die MSG Lorsch/Einhausen zum Derby. Und sie gehen mit viel Respekt in diese Partie. Schließlich tat man sich schon im Hinspiel schwer und rettete gerade so ein 32:31. Zudem befindet sich Lorsch in einem deutlichen Aufwärtstrend, hat die letzten drei Spiele allesamt gewonnen. „Aber wir sind zu Hause und da wollen wir natürlich die Punkte holen“, gibt sich HSG-Spieler Lars Richter kämpferisch, obwohl die letzten Auftritte nicht allzu überzeugend waren: „Es stimmt schon, uns hat da schon in den entscheidenden Situation öfters mal die Abgezocktheit gefehlt“, so Richter, der mit seinem Team unbedingt den aktuellen vierten Rang mit einem Sieg untermauern möchte. mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 22.02.2024