Nils Klink ist im Rückraum der HSG Fürth/Krumbach II eingeplant. Bild: Fritz Kopetzky

Handball: HSG Fürth/Krumbach II will mit viel Tempo spielen

Fürth/Krumbach. Volles Haus bei der HSG Fürth/Krumbach II: Ingo Trumpfheller, Trainer des Handball-A-Ligisten, hatte in der Vorbereitung meist über 20 Spieler im Training. „Wir haben einen richtig breiten Stamm, vor allem an jungen Spielern“, freut sich der erfahrene Coach. „Und dabei sind wir von der Qualität sehr ausgeglichen. Das passt!“

Schmerzhaft war für die Fürther Reserve der Abgang von Luca Beller nach Birkenau. „Er wird uns schon in Angriff und Abwehr fehlen. Das müssen wir nun im Kollektiv kompensieren“, erklärt Trumpfheller. Selbst will der Linkshänder nicht mehr mit auflaufen, „auch wenn es immer wieder in den Fingern kribbelt. Aber inzwischen ist mir das Verletzungsrisiko doch zu groß“, so der 42-Jährige. Aber auf Erfahrung will er doch nicht ganz verzichten und könnte sich ab und an Einsätze von Patrick Dreier oder Sebastian Eisenhauer vorstellen. „Das muss man je nach Situation während der Runde entscheiden“, ist er auf alle Fälle froh, Routiniers in der Hinterhand zu haben.

Erwartungen sind nicht so hoch

Vorerst soll aber mit jugendlichem Elan die Liga gerockt werden – wobei: Die Erwartungen von der Fürther Reserve sind nicht allzu hoch. Vor einigen Wochen war noch der Klassenerhalt das erklärte Ziel, nach den zuletzt gezeigten Testspielen will man Rang acht bis zwölf ins Visier nehmen. „Das sollte machbar sein“, findet Trumpfheller, der Mannschaften wie die HSG Groß-Bieberau/Modau II und den TV Trebur zu den Top-Favoriten zählt. Gar nicht einschätzen kann er hingegen den Auftaktgegner am Sonntag (15 Uhr): Dann muss Fürth/Krumbach beim Aufsteiger SG Egelsbach II ran. „Für mich ein absolut unbeschriebenes Blatt. Ich bin noch auf der Suche nach Informationen, zumal auch keine Testspiele von Egelsbach zu finden sind“, so der Coach. „Unser Anspruch sollte aber schon sein, dort zu gewinnen.“ Vor allem mit hohem Tempo wollen die Odenwälder den Gegnern das Leben schwer machen. „Das muss mit den vielen jungen Akteuren unser Spiel sein: Tempo von der ersten bis zur letzten Minute“, hat Trumpfheller auch in der Vorbereitung den Schwerpunkt auf das schnelle Umschaltspiel gelegt. „Noch läuft es nicht immer sicher, aber es wird immer besser.“ Entgegen kommt der HSG dabei die Regeländerung zur Beschleunigung des Anwurfs.

HSG Fürth/Krumbach II

Zugänge: Erik Schütz, Luca Herdner, Valentin Vogler, Malte Jäckel (alle eigene Jugend), Peter Jäger (fängt wieder an).

Abgänge: Luca Beller (TSV Birkenau), David Thaler (pausiert).

Kader, Tor: Till Krause, Sören Dorn, Jannis Lindner; Außen: Dominik Daubner, Julian Metzger, Michael Krämer, Jonas Hess, Moritz Weber, David Baumgartl, Lukas Meiß, Markus Möke; Kreis: Erik Schütz, Devin Carl, Valentin Vogler, Peter Jäger; Rückraum: Max Lannert, Pascal Sattler, Umut Camcioglu, Marco Kindinger, Nils Klink, Paul Schüle, Malte Jäckel, Luca Herdner.

Trainer: Ingo Trumpfheller (seit 2020).

Saisonziel: Platz sieben bis zwölf.

Favoriten: MSG Modau/Gr.-Bieberau, TV Trebur. mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 08.09.2022